Terry McAuliffe gewinnt demokratische Gouverneursvorwahl in Virginia

Ex-Gouverneur Terry McAuliffe setzt sich deutlich gegen seine parteiinternen Konkurrent:innen durch und geht im November erneut als Gouverneurskandidat für die Demokraten im Südstaat Virginia ins Rennen.

Terry McAuliffe begrüßt Unterstützer:innen bei einer Wahlveranstaltung für Joe Biden in Virginia 2019.
Terry McAuliffe begrüßt Unterstützer:innen bei einer Wahlveranstaltung für Joe Biden in Virginia 2019.

Terry McAuliffe hat die demokratische Gouverneursvorwahl in Virginia gewonnen und wird im November gegen den Republikaner Glenn Youngkin antreten. McAuliffe konnte sich mit deutlichem Vorsprung gegen seine innerparteilichen Konkurrent:innen durchsetzen und erhielt insgesamt 62,3 Prozent der Stimmen. Dabei verwies er die Abgeordnete im House of Delegates, Jennifer Carroll Foy, und die Abgeordnete im Senat von Virginia, Jennifer McClellan, auf die Plätze. Sowohl McClellan als auch Carroll Foy hätten bei einem Wahlsieg zur ersten Gouverneurin Virginias und der ersten schwarzen Frau an der Spitze eines US-Bundesstaates gewählt werden können. Ein Wahlsieg McAuliffes hatte sich bereits in den Umfragen abgezeichnet.

McAuliffe kamen neben seiner Bekanntheit in Virginia auch seine Spendenkontakte zugute. So konnte er bis Ende Mai mehr als 14,8 Millionen US-Dollar verbuchen – knapp dreimal so viel wie seine nächste Konkurrentin, Jennifer Carroll Foy. Nur 602.585 US-Dollar seiner Spenden kamen jedoch von Kleinspender:innen, lagen also unter 100 US-Dollar.

McAuliffe bekommt nun im November die Chance, in seinen früheren Posten wiedergewählt zu werden. Bereits von 2014 bis 2018 hatte er das Gouverneursamt des Staates inne. Gouverneure dürfen sich in Virginia nicht unmittelbar zur Wiederwahl stellen, sondern müssen mindestens vier Jahre warten, bevor sie erneut für das Amt kandidieren können. Für McAuliffe war somit die diesjährige Wahl die erste Möglichkeit, sich erneut um sein ehemaliges Amt zu bewerben.

Dafür muss der jetzige Amtsinhaber Ralph Northam nun eine Zwangspause einlegen und stellte sich im April hinter die Kandidatur seines Amtsvorgängers. Mit der demokratischen Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, erhielt McAuliffe auch frühzeitig die Unterstützung einer weiteren Spitzenpolitikerin. Auch mit Carroll Foy und McClellan kann McAuliffe im kommenden Wahlkampf rechnen. Beide sagten ihm nach Bekanntwerden des Ergebnisses ihre volle Unterstützung zu.

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