Donald Trump deutet erneut mögliche Kandidatur an

Donald Trump hält sich weiter für die Präsidentschaftswahl 2024 im Gespräch, ohne eine endgültige Entscheidung zu treffen. Damit hält er auch mögliche Vorwahlkonkurrent:innen davon ab, ihre eigenen Ambitionen offener voranzutreiben.

Donald Trump bei der „Rally to Protect Our Elections“ in Phoenix, Arizona.
Donald Trump bei der „Rally to Protect Our Elections“ in Phoenix, Arizona.

„Ich habe sie zweimal gewonnen und jetzt muss ich sie wieder gewinnen.“ Mit diesen Worten nutzte Donald Trump im Podcast „The Truth with Lisa Booth“ die nächste Gelegenheit, sich weiter für die Präsidentschaftswahl 2024 im Gespräch zu halten. Bereits vor seiner Niederlage gegen Joe Biden am 3. November 2020 war spekuliert worden, ob Donald Trump erneut kandidieren würde. Seit der Machtübergabe an seinen Nachfolger spielt der Ex-Präsident auch immer wieder öffentlich mit der Möglichkeit, es 2024 noch einmal zu versuchen.

„Ich werde eine Entscheidung treffen. […] Es wird vielleicht noch eine Weile dauern. Viele Leute würden gerne sofort eine Entscheidung sehen, aber vielleicht gibt es auch eine große Gruppe, zu der ich vielleicht gehöre, die sie gerne nach den Zwischenwahlen sehen würde“, ergänzte Trump, der die Vorwahlumfragen seiner Republikanischen Partei für 2024 deutlich anführt.

Das Podcast-Interview war nicht das erste Mal, dass Trump öffentlich mit dem Gedanken spielte, erneut für das höchste Amt der Vereinigten Staaten zu kandidieren, um ins Weiße Haus einzuziehen. Eine Woche zuvor war Trump bereits bei Fox News zu Gast und äußerte sich dort ähnlich. Auf die Frage, ob er für 2024 mit einer erneuten Kandidatur plane, antwortete er, dass die Gesetze zur Wahlkampffinanzierung ihn daran hindern würden, diese Frage zu beantworten. Trump ergänzte jedoch: „Ich denke, dass viele unserer Freunde sehr froh sein werden.“

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Dass der ehemalige Präsident von keinem Gesetz daran gehindert wird, seine Kandidatur öffentlich zu bestätigen und den Wahlkampf zu starten, zeigt sein Vorgehen vor vier Jahren. Damals benachrichtigte er die Wahlbehörde FEC noch am Tag seiner Vereidigung als US-Präsident darüber, dass er die rechtlichen Anforderungen an eine Kandidatur erfüllt und Spenden für seine Wiederwahl sammeln würde. Wahrscheinlicher ist hingegen, dass ihn eine offizielle Kandidatur daran hindern würde, wie bisher unbegrenzt Spenden sammeln zu können. Denn sobald er selbst kandidiert, gelten für ihn und die ihm zugehörigen Wahlkampforganisationen strengere Regeln als zum jetzigen Zeitpunkt.

Sich weiter für 2024 im Gespräch zu halten, gibt Trump zudem die Möglichkeit, die potenzielle Konkurrenz um seine Nachfolge klein zu halten. Solange der ehemalige Präsident seine Pläne nicht offen kommuniziert und wage bleibt, müssen sich seine Parteifreund:innen mit eigenen Ambitionen auf die Präsidentschaft in Deckung halten. Zwar werben bereits einige mögliche Kandidat:innen wie Nikki Haley und Mike Pompeo um initiale Unterstützung in den ersten Vorwahlstaaten. Jedoch unterbindet Trump mit seiner Beliebtheit in der Republikanischen Partei, dass diese sich umfassender vorbereiten können.

Deswegen dürfte sich auch dieser verdeckte Wahlkampf im Schatten Trumps so fortsetzen, bis Donald Trump einer Entscheidung näher kommt. Das kann allerdings noch bis nach den Zwischenwahlen im November 2022 dauern, wie Trump selbst in den Raum stellt.

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