Donald Trump fordert zusätzliche TV-Debatte – hier bei einer Veranstaltung im Weißen Haus zu sehen.
Donald Trump fordert zusätzliche TV-Debatte – hier bei einer Veranstaltung im Weißen Haus zu sehen.

Trump-Kampagne fordert zusätzliche, frühere TV-Debatte

Die Trump-Kampagne verlangt eine zusätzliche, vierte Präsidentschaftsdebatte im September – oder eine Vorverlegung der dritten Debatte in den September. Der Antrag ist eine Reaktion auf Donald Trumps fortlaufend schlechten Umfragewerte. Sein Wahlkampfteam befürchtet, dass ihm die Zeit davonrennt und zahlreiche Wähler vor der ersten Debatte bereits ihre Stimme abgegeben haben könnten.

Seit Wochen sucht Donald Trump vergeblich nach einem Mittel gegen Joe Bidens gute Umfragewerte. Einen Hoffnungsschimmer bieten da die TV-Debatten. Bei denen erhofft sich Trump, mit einem deutlichen Sieg eine Trendwende einzuleiten.

Zu spät für ein Comeback?

Zum ersten Mal treffen die beiden Kandidaten am 29. September aufeinander. Zu diesem Zeitpunkt hat schon in insgesamt 25 Staaten die frühzeitige Stimmabgabe begonnen. Aufgrund der Corona-Pandemie wird erwartet, dass ein Großteil der Wähler diese Möglichkeit nutzen wird und beispielsweise per Briefwahl abstimmt.

Deswegen hat die Trump-Kampagne eine zusätzliche Debatte im September, oder die Vorverlegung der vierten Debatte, beantragt. Die unabhängige Kommission für Präsidentschaftsdebatten ist allerdings nicht dafür bekannt, Forderungen einzelner Kandidaten zu übernehmen. Sollte sich die Biden-Kampagne diesem Antrag also nicht anschließen, ist es unwahrscheinlich, dass eine Verlegung auf Trumps Betreiben hin umgesetzt wird. Die überparteiliche Kommission organisiert seit ihrer Gründung 1987 die TV-Debatten für die Präsidentschaftswahl.

Die diesjährigen Termine unterscheiden sich nicht maßgeblich von denen früherer Wahlen. Auch vor vier Jahren fanden die Debatten erst statt, als viele Wähler schon ihre Wahlunterlagen erhalten hatten. Darüber hinaus ist fraglich, ob Donald Trump überhaupt in der Lage wäre, Biden-Wähler umzustimmen, die bereits bei der ersten Gelegenheit wählen gehen.

Quelle: Axios, Fox News

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