Präsidentschaftskandidat Pete Buttigieg hält eine Rede in Iowa.
Präsidentschaftskandidat Pete Buttigieg hält eine Rede in Iowa.

Der Zeitplan der US-Vorwahlen 2020

Vom verschneiten Iowa bis zum Nominierungsparteitag in Milwaukee: Die erste Jahreshälfte 2020 steht ganz im Zeichen der Vorwahlen für die Präsidentschaftswahl im November. Im Gegensatz zu den Republikanern, bei denen Donald Trump als gesetzt gilt, treten bei den Demokraten mehr als zwei Dutzend Kandidaten an. Die Demokratische Partei hält in allen 50 Bundesstaaten, dem District of Columbia sowie den amerikanischen Außengebieten einzelne Wahlen ab. Zudem gibt es eine Wahl für alle Demokraten im Ausland.

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Die ersten vier Wahlen

Schon im Februar finden die vier wichtigen Vorwahlen in Iowa, New Hampshire, Nevada und South Carolina statt. Obwohl sie insgesamt nur einen Bruchteil der Delegierten nach Milwaukee entsenden, geben diese vier Staaten die Richtung des späteren Wahlkampfes vor.

Jeder Staat repräsentiert eine andere Wählerschicht. Iowa ist eher ländlich und landwirtschaftlich geprägt. New Hampshire hingegen ist ein liberaler Neu-England-Staat und für seine Unabhängigkeit und eigensinnigen Wahlergebnisse bekannt. Nevada hingegen stellt einen besseren Querschnitt der Vereinigten Staaten dar. Die letzte Februar-Vorwahl findet im konservativ geprägten Südstaat South Carolina statt.

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Super Tuesday – Wahltag der Superlative

15 Wahlen

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4 Zeitzonen

122 Millionen Einwohner

1.345 Delegierte

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15 Wahlen

122 Millionen Einwohner

1.345 Delegierte

Nach South Carolina müssen sich die Kandidaten auf einen völlig anderen Wahlkampf einstellen. Statt sich Woche für Woche auf jeweils einen Staat zu konzentrieren, sind ab diesem Zeitpunkt insbesondere Wahlwerbung im Internet, Fernsehen und per Telefon gefragt. Nur so erreichen sie die Wähler in mehreren Staaten gleichzeitig. Die meisten Delegierten stehen am 3. März auf dem Spiel. Dann finden gleichzeitig in 14 Bundesstaaten und dem US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa Vorwahlen statt, bei denen es etwa 40 Prozent aller Delegierten zu gewinnen gibt.

Der Fokus liegt an diesem größten aller Vorwahltage aber auf Kalifornien und Texas. Sie stellen mit 418 und 228 Delegierten die beiden größten Delegationen beim Nominierungsparteitag. Insbesondere die bisherige republikanische Hochburg Texas könnte 2020 zum Swing State werden und hat deswegen für die demokratischen Kandidaten einen hohen Stellenwert.

Wann steht Trumps Herausforderer fest?

Nach dem Super Tuesday lockert sich der Vorwahlkalender auf. Bei den anschließenden Vorwahlen werden nur noch relativ wenige Delegierte vergeben. Außerdem finden im späteren Verlauf nur noch selten mehrere Vorwahlen an einem Tag statt. Delegiertenstarke Wahltage wie der Midwest Tuesday am 10. März, bei dem unter anderem in Michigan und Ohio gewählt wird, sind die Ausnahme.

Wenn sich also bis Mitte März noch kein voraussichtlicher Sieger vom restlichen Feld abgesetzt hat, kann die Vorwahl der Demokraten bis zu den letzten Wahlen im Juni dauern. Besonders wichtig sind dabei die bevölkerungsreichen Staaten wie New York und Florida, in denen jeweils mehr als 200 Delegierte vergeben werden.

Sollte Ende Juni trotzdem kein Kandidat die entscheidende Mehrheit von mindestens 1.991 Delegierten erreicht haben, kann es zu einem ergebnisoffenen Nominierungsparteitag kommen, einer so genannten Contested Convention.

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