Republikanische TV-Debatte 2016 in Iowa.
Republikanische TV-Debatte 2016 in Iowa.
Gage Skidmore, „Ben Carson, Ted Cruz, Marco Rubio, Jeb Bush & John Kasich“, CC BY-SA 2.0.

Die TV-Debatten der Demokraten

Fernsehdebatten sind ein wichtiger Bestandteil des US-Vorwahlkampfs. Kandidaten ohne landesweite Bekanntheit können sich dort einem nationalen Publikum vorstellen. Insbesondere Kongressabgeordnete sowie Gouverneure aus kleineren Staaten haben meist weniger Berührungspunkte mit der nationalen Presse. US-Senatoren und ehemalige Regierungsmitglieder haben hingegen einen Vorsprung. TV-Debatten sind eine gute Gelegenheit, um einen Überblick der meisten Kandidaten zu bekommen.

12 TV-Debatten

Auf 5 Nachrichtensendern

22 verschiedene Teilnehmer

In allen Debatten

24,3 Million Zuschauer

Erste TV-Debatte im Juni

6,17 Millionen Zuschauer

TV-Debatte im Dezember

Wie werden übersichtliche Debatten gewährleistet?

Auf der Seite der Demokraten bewerben sich diesmal mehr Kandidaten als je zuvor. Selbst im Herbst 2019 waren noch fast zwei Dutzend Kandidaten im Rennen – mehr als das gesamte Rekordfeld der Republikaner 2016. So viele Kandidaten machen es der Demokratischen Partei schwer, informative und gleichzeitig faire TV-Debatten zu veranstalten.

Bei den ersten Debatten im Sommer wurden noch insgesamt 20 Teilnehmer zugelassen – zehn pro Abend. Die Debatten fanden an jeweils zwei aufeinanderfolgenden Abenden zur besten Sendezeit statt. Außerdem wurden die Kandidaten in Lostöpfe aufgeteilt. So sollte sichergestellt werden, dass eine vermeintlich schwächer besetzte Debatte weniger Aufmerksamkeit bekam. Das spiegelte sich auch in den Einschaltquoten wider: mehr als 24 Millionen Zuschauer sahen die erste Fernsehdebatte und etwa 27 Millionen schalteten am zweiten Abend ein.

Die Demokraten lernten dabei von den Entscheidungen der Republikaner vor vier Jahren. Um möglichst alle Kandidaten unterzubringen, fand damals vor den eigentlichen Debatten jeweils eine schwächer besetzte Diskussionsrunde statt. Zur ersten republikanischen Vorwahldebatte 2016 schalteten 24 Millionen Zuschauer ein. Nur sechs Millionen hatten hingegen die vorangegangene Debattenrunde geschaut.

Um das Feld weiter einzugrenzen, hat sich die Führung der Demokratischen Partei entschieden, die Teilnahmebedingungen konstant weiter zu erhöhen. Das ist eine große Herausforderung für die Wahlkampfteams kleinerer Kandidaten. Sie müssen sich entscheiden, ob die Aufmerksamkeit einer Debatte die Ausgaben wert sind oder sie ihre Ressourcen lieber vollständig auf die ersten Vorwahlstaaten Iowa und New Hampshire konzentrieren.

Der Debattenkalender der Demokraten

Die Vorwahlen der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2020 hebt sich neben den vielen Kandidaten auch durch ihre Debattenzahl von vorherigen Wahlperioden ab. Insgesamt haben die Kandidaten in zwölf TV-Debatten ausreichend Gelegenheit, sich selbst und ihre Positionen den Wählern vorzustellen. Beginnend im Juni findet 2019 mit der Ausnahme einer Sommerpause im August jeden Monat eine Fernsehdebatte statt. Im nächsten Jahr finden dann weitere sechs Debatten statt – die letzte im April. In der heißen Phase des Vorwahlkampfes im Januar und Februar werden mehrere Debatten in kurzer Abfolge stattfinden.

Datum Teilnehmer TV-Sender Livestream Vorwahl
25. Februar 2020 Bisher Qualifiziert:
Biden, Buttigieg, Sanders, Warren, Steyer, Klobuchar, Bloomberg
(Stand: 24.02.2020)
CBS News Bisher nicht bekannt South Carolina
15. März 2020 Kriterien noch unbekannt CNN Arizona
Bisher nicht bekannt Bisher nicht bekannt Bisher nicht bekannt
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