Haley legt in New Hampshire zu und verkleinert Rückstand auf Trump, zeigt CBS-Umfrage

Nikki Haley kommt in einer neuen CBS/YouGov-Umfrage in New Hampshire auf 29 Prozent und reduziert damit den Rückstand auf Donald Trump, der mit 44 Prozent weiter auf dem ersten Platz liegt.

South Carolinas Ex-Gouverneurin Nikki Haley kann ihre Position in der republikanischen Präsidentschaftsvorwahl in New Hampshire verbessern und den Rückstand auf Donald Trump auf 15 Prozentpunkte reduzieren. Das zeigt eine neue Umfrage von CBS News und YouGov, die vom 8. bis 15. Dezember im ersten Primary-Staat durchgeführt wurde. Gleichzeitig gelingt es Haley, sich mit 29 Prozent vom restlichen Feld abzusetzen und als aktuell aussichtsreichste Kandidatin zu empfehlen, um Trump in New Hampshire zu besiegen.

Am 13. Dezember hatte New Hampshires beliebter Gouverneur Chris Sununu bekanntgegeben, Nikki Haley unterstützen zu wollen. Wie sich das Endorsement des Gouverneurs auf das Umfrageergebnis ausgewirkt hat, ist allerdings unklar. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass Sununus Unterstützung Haley besonders bei moderaten Republikaner:innen und Unabhängigen zu einem Schub verhilft.

Neben Haley setzt auch New Jerseys früherer Gouverneur Chris Christie auf einen Erfolg in New Hampshire. Bisher war Christie im Neu-England-Staat dicht auf Haleys Fersen. In einem CBS-Interview machte der bisher deutlichste Trump-Kritiker im Rennen um die republikanische Nominierung seinem Unmut über das Umfrageergebnis Luft und bezeichnete die Umfrage als „albern“. So seien unter anderem zu wenige Wähler:innen befragt worden.

Sollte es sich bei der Umfrage nicht um einen Ausreißer handeln, dürfte sie äußerst schlechte Nachrichten für Christie bedeuten. Denn ein tieferer Blick in das Umfrageergebnis zeigt, dass Haleys Strategie, gleichzeitig unabhängige und republikanische Vorwähler:innen anzusprechen, besser aufzugehen scheint, als Christies, der fast ausschließlich von unabhängigen Wähler:innen bevorzugt wird. New Hampshire ermöglicht unabhängigen Wähler:innen, die dort als „undeklariert“ gelten, auch ohne Parteizugehörigkeit an republikanischen oder demokratischen Vorwahlen teilzunehmen.

Auch wenn die CBS/YouGov-Umfrage ein neues Momentum für Nikki Haley abbilden sollte, hat sie noch einen weiten Weg vor sich, bis sie Donald Trump einholen würde. So liegt der Ex-Präsident mit 44 Prozent weiter als Favorit an der Spitze. Ein noch deutlicheres Bild zeichnet sich in Iowa ab, wo eine parallel durchgeführte CBS/YouGov-Umfrage Trump mit 36 Prozentpunkten Vorsprung auf Ron DeSantis zeigt.

Quelle: CBS News