Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser übersteht Vorwahl

Muriel Bowser gewinnt die demokratische Vorwahl für das Bürgermeister:innen-Amt der US-Hauptstadt Washington, D.C. gegen einen progressiven Herausforderer.

Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser übersteht eine innerparteiliche Herausforderung von links deutlich und gewinnt die erneute Nominierung der Demokratischen Partei für eine Wiederwahl als Bürgermeisterin. Muriel erhielt rund 50 Prozent der Stimmen, während ihr progressiver Herausforderer Robert White auf etwa 38 Prozent kam. Zuletzt hatten Umfragen darauf hingedeutet, dass das Rennen knapper werden könnte, als es letztendlich war. Der Kommunalpolitiker White hatte eine Neuausrichtung der Polizei und mehr bezahlbaren Wohnraum eingesetzt.

2014 konnte Bowser noch selbst den damaligen Amtsinhaber Vincent Gray bei der demokratischen Vorwahl besiegen. Nun bleibt ihr dasselbe Schicksal erspart. Stattdessen bewegt sie sich mit großen Schritten auf den Beginn einer dritten Amtszeit zu. Dafür muss sie sich nach jetzigem Stand am 8. November nur noch gegen die republikanische Kandidatin Stacia Hall, Corren Brown von der progressiven Statehood Green Party sowie einer Reihe unabhängiger Kandidat:innen durchsetzen. Das dürfte für Bowser kaum zum Problem werden, da die US-Hauptstadt zuverlässig demokratisch wählt. Vor vier Jahren gewann Bowser überaus deutlich mit rund 76 Prozent der Stimmen.

Eine Unbekannte ist allerdings noch der Generalstaatsanwalt des District of Columbia, Karl Racine. Im vergangenen Jahr noch selbst als möglicher Bowser-Herausforderer gehandelt, trat der gebürtige Haitianer letztendlich weder zur Wiederwahl noch als Bürgermeisterkandidat an. Stattdessen unterstützte er Robert White. Im Februar berichtete die Washington Post, dass Racine als unabhängiger Kandidat antreten könnte, wenn White wie nun geschehen die Vorwahl verlieren würde. Damals dementierte Racine noch, allerdings hat er weiterhin die Möglichkeit, den Schritt zu gehen, der die Wahl um die Führung der Hauptstadt komplett auf den Kopf stellen könnte.

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