Nevada: Laxalt gewinnt republikanische Senatsvorwahl trotz Brown-Aufholjagd

Adam Laxalt gewinnt die republikanische Senatsvorwahl in Nevada trotz einer Aufholjagd des Zweitplatzierten Sam Brown in den vergangenen Wochen. Laxalt wird im November gegen die vulnerable demokratische Amtsinhaberin Catherine Cortez Masto antreten.

Ex-Generalstaatsanwalt Adam Laxalt setzt sich bei der republikanischen Senatsvorwahl mit rund 54 Prozent der Stimmen durch. Auf Platz zwei kam der Armeeveteran und Purple-Heart-Empfänger Sam Brown mit knapp 35 Prozent. Brown hatte in den letzten Wochen des Vorwahlkampfs stark auf Laxalt aufgeschlossen, der das Feld seit Beginn des Vorwahlkampfs dominiert hatte.

Ein Sieg Browns wäre eine große Überraschung gewesen, da er zwar einen starken Basiswahlkampf geführt und die Unterstützung der Republikanischen Partei von Nevada hatte, Laxalt aber zahlreiche republikanische Schwergewichte für sich gewinnen konnte. Darunter waren neben Donald Trump unter anderem Ex-Außenminister Mike Pompeo, Floridas Gouverneur Ron DeSantis sowie die US-Senatoren Tom Cotten, Ted Cruz, Josh Hawley und Rick Scott. Sie alle werden auch als mögliche Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2024 gehandelt. Auf Seiten der Republikaner wird Nevada als einer der ersten Vorwahlstaaten maßgeblichen Einfluss darauf haben, wen die Partei in zwei Jahren nominieren wird.

Bei der Senatswahl am 8. November muss sich Laxalt der demokratischen Amtsinhaberin Catherine Cortez Masto stellen, die die Vorwahl ihrer Partei ohne deutlichen Widerstand mit mehr als 90 Prozent gewann. Catherine Cortez Masto ist eine der gefährdetsten demokratischen Amtsinhaber:innen, die in diesem Jahr zur Wiederwahl stehen. Vor sechs Jahren gewann sie den Sitz des früheren demokratischen Mehrheitsführers Harry Reid, der sich aus der Politik zurückgezogen hatte, denkbar knapp mit 2,4 Prozent Vorsprung.

Die bisherigen Umfragen deuten auch in diesem Jahr ein sehr enges Rennen zwischen Laxalt und Cortez Masto an. Laxalt dürfte unter anderem davon profitieren, dass Joe Biden wie in den restlichen USA äußerst niedrige Zustimmungswerte hat. So befürworten nur 26 Prozent der Befragten aus Nevada in einer jüngsten Umfrage die Arbeit des US-Präsidenten. Cortez Masto lag bei 39 Prozent.

Zu den Umfragen der Senatswahl 2022 in Nevada

Im Gegensatz zu Laxalt hatte Cortez Masto allerdings keinen kompetitiven Vorwahlkampf und geht entsprechend mit einem großen finanziellen Polster in den anstehenden Wahlkampf. Zum 2. Juni hatte sie noch rund 9 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Ihr Herausforderer lag da wiederum bei etwa 2 Millionen US-Dollar. Das könnte zumindest in der frühen Wahlkampfphase ein Vorteil sein.

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