Iowa: Michael Franken sichert sich demokratische Senatsnominierung gegen Abby Finkenauer

Der frühere Marineadmiral Michael Franken setzt sich bei der demokratischen Senatsvorwahl gegen Abby Finkenauer durch. Im November wird er gegen den republikanischen Amtsinhaber Chuck Grassley antreten.

Michael Franken gewinnt die demokratische Senatsvorwahl in Iowa mit 55,17 Prozent der Stimmen gegen die frühere Kongressabgeordnete Abby Finkenauer, die rund 40 Prozent erhielt. Der Marineadmiral a. D. und ehemalige Angestellte im Verteidigungsministerium setzte sich somit mehr als deutlich gegen die ursprüngliche Favoritin durch. Für Franken ist es nach 2020 bereits der zweite Anlauf für den US-Senat. Damals unterlag er bei der Vorwahl der Unternehmerin Theresa Greenfield, die sich letztendlich der republikanischen Amtsinhaberin Joni Ernst geschlagen geben musste.

Finkenauer war früh ins Rennen eingestiegen und wurde direkt als Favoritin auf die demokratische Nominierung gehandelt. Die heute 33-Jährige hatte große Bekanntheit erlangt, nachdem sie 2018 im 1. Kongresswahlkreis von Iowa den republikanischen Amtsinhaber Rod Blum besiegt hatte. Zwei Jahre später verlor Finkenauer den Wahlkreis wieder. Im Wahlkampf versucht sie mit einem Generationenwechsel für sich zu werben und stellten den großen Altersunterschied zu Amtsinhaber Grassley hervor, der 55 Jahre älter als sie ist.

Trotz seines vergleichsweise späten Wahlkampfbeginns im Oktober 2021 konnte sich Franken schnell behaupten. Von Anfang April bis zum 18. Mai gab Franken insgesamt 1,78 Millionen US-Dollar für seinen Wahlkampf aus – mehr als doppelt so viel wie Finkenauer. Die frühere Kongressabgeordnete hatte im April noch für Aufsehen gesorgt, nachdem ihr aufgrund ungültiger Unterschriften von Unterstützer:innen die Qualifikation entzogen werden sollte. Letztendlich entschied der Supreme Court von Iowa einstimmig, dass Finkenauer auf dem Wahlzettel erscheinen dürfe und die republikanischen Kläger:innen keine rechtliche Grundlage hatten.

Franken hat nun im Wahlkampf gegen den republikanischen Amtsinhaber Chuck Grassley eine Mammutaufgabe vor sich. Grassley wurde 1980 erstmals in den US-Senat gewählt und konnte sich mit 73,4 Prozent überaus deutlich gegen seinen einzogen Konkurrenten Jim Carlin, einen Abgeordneten im Senat von Iowa, durchsetzen.

Bisher gibt es nur eine Umfrage aus dem April für das Aufeinandertreffen der beiden Kandidaten. Darin liegt Grassley mit 3 Prozent vor Franken. Zudem hatte Grassely nach einem vergleichsweise ruhigen Wahlkampf zum 18. Mai noch rund 4,3 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Franken wiederum lag da nur bei etwas mehr als 250.000.

Quelle: Des Moines Register

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