Rückrufwahl in Kalifornien: Republikanische Partei verzichtet auf Wahlempfehlung

Die Republikanische Partei Kaliforniens wird bei der Rückrufwahl gegen Gouverneur Gavin Newsom keine Empfehlung aussprechen, für wen sich die Wähler:innen als mögliche:n Nachfolger:in entscheiden sollen. So soll vermieden werden, dass republikanische Wähler:innen nicht ihre Stimme abgeben.

Gouverneur Gavin Newsom beim Demokratischen Parteitag in Kalifornien 2019.
Gouverneur Gavin Newsom beim Demokratischen Parteitag in Kalifornien 2019.

Die Republikanische Partei von Kalifornien hat bei einem virtuellen Parteitag entschieden, keine Wahlempfehlung für die Rückrufwahl von Gouverneur Gavin Newsom am 14. September 2021 abzugeben. Mit Larry Elder, Kevin Faulconer, Kevin Kiley und Doug Ose standen vier Kandidaten zur Auswahl. Die Delegierten stimmten allerdings mit nahezu 90 Prozent der Stimmen für Antrag, keinen dieser Kandidaten zu unterstützen.

Die Republikaner in Kalifornien sehen sich in einer guten Ausgangssituation, Newsom des Amtes entheben zu können. „Die heutige, überwältigende Entscheidung unserer Delegierten, kein Endorsement auszusprechen, spricht für die Stärke unseres Kandidatenfeldes und die hervorragende Position, in der sich unsere Partei vor der Rückrufwahl befindet“, bekräftigt Parteichefin Jessica Millan Patterson. Die aktuellen Umfragen deuteten jedoch eher darauf hin, dass Newsom im Amt bestätigt wird.

Die Entscheidung des Parteitags reflektiert zudem eher die Befürchtung, dass republikanische Wähler:innen nicht an der Abstimmung teilnehmen könnten, falls die Partei einen dieser vier Kandidaten bevorzugt hätte. „Wir können es uns nicht leisten, Wähler zu entmutigen, die sich für einen bestimmten Kandidaten engagieren, aber vielleicht nicht wählen gehen, weil ihr favorisierter Kandidat nicht unterstützt wurde”, erklärten zwei Vorstandsmitglieder der nationalen Republikanischen Partei aus Kalifornien. Etwas mehr als einen Monat vor der Rückrufwahl hat sich bisher kein:e der 46 Kandidat:innen als Spitzenreiter:in vom restlichen Feld absetzen können. Auch wenn der Moderator Larry Elder in den meisten Umfragen vorne liegt, sind mindestens ebenso viele Wähler:innen noch unentschieden.

Einen dieser vier Kandidaten als offiziellen Spitzenkandidaten der Republikanischen Partei zu benennen, hätte eine Gelegenheit sein können, die Rückrufwahl auf einen Schlagabtausch zwischen Newsom und diesem Kandidaten zuzuspitzen. Ähnlich verliefen die letzten Wochen vor der Rückrufwahl 2003. Arnold Schwarzeneggers Konkurrent:innen gaben nach und nach auf und stellten sich hinter den späteren Wahlsieger. Ob sich die Entscheidung der Delegierten gegen eine Empfehlung am Ende als richtig herausstellen wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: NBC News, Politico

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