New Jersey: Republikaner wählen Trump-Skeptiker zum Gouverneurskandidaten

Jack Ciattarelli hat sich bei der republikanischen Gouverneursvorwahl gegen zwei Pro-Trump-Kandidaten durchgesetzt. Der demokratische Amtsinhaber Phil Murphy siegte ohne Gegenkandidat:innen.

„I Voted“-Sticker in Arizona vom Wahltag.
„I Voted“-Sticker in Arizona vom Wahltag.

Jack Ciattarelli setzt sich im Rennen um die Nominierung seiner republikanischen Partei deutlich gegen seine drei Konkurrenten durch. Der frühere Abgeordnete in der New Jersey General Assembly gilt als Skeptiker Donald Trumps. Er nannte den Ex-Präsidenten einst einen Scharlatan und hat den Wahlsieg Joe Bidens anerkannt. Im November trifft er auf den demokratischen Amtsinhaber Phil Murphy, der aufgrund von zwei Gerichtsurteilen keine Gegenkandidat:innen hatte.

Die Kandidaten des Trump-Lagers, Philip Rizzo und Hirsh Singh, deckten zusammen fast 50 Prozent der republikanischen Vorwählerschaft ab – ein Zeichen, dass Donald Trump auch im demokratisch geprägten New Jersey großen Einfluss auf seine Partei hat. Ciattarelli wird also im kommenden Wahlkampf darauf achten müssen, weder die republikanische Basis, noch mögliche Wechselwähler:innen zu verschrecken.

Das Wahlergebnis ist auch ein Vorgeschmack auf ähnliche Wettbewerbe bei den Zwischenwahlen im kommenden Jahr. Besonders bei vielen Rennen in demokratisch geprägten Staaten dürften traditionelle und Pro-Trump-Republikaner aufeinandertreffen. Unabhängig davon, wer dann die Vorwahlen gewinnt, müssen sich beide Lager miteinander arrangieren, um dann im November überhaupt eine Chance zu haben.

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