Troy Carter gewinnt Nachwahl in Louisiana gegen progressive Konkurrentin

Troy Carter setzt sich bei der Stichwahl in Louisianas 2. Kongresswahlkreis gegen seine Konkurrentin Karen Peterson durch. Der Demokrat war der Wunschkandidat seines Amtsvorgängers Cedric Richmond. Die Nachwahl war notwendig geworden, da Richmond einen Posten in Joe Bidens Regierung übernommen hatte.

„I Voted“-Sticker für den Wahltag.
„I Voted“-Sticker für den Wahltag.

Beim Aufeinandertreffen der beiden demokratischen Kandidat:innen setzte sich Troy Carter mit mehr als 55 Prozent gegen Karen Peterson durch. Schon beim ersten Wahlgang hatte Carter vorne gelegen, konnte jedoch nicht die notwendige absolute Mehrheit erreichen, um der Stichwahl aus dem Weg zu gehen. Die Wahlbeteiligung lag mit 16,6 Prozent noch einmal unter den 18 Prozent des ersten Wahlgangs. Peterson wäre die erste schwarze Frau gewesen, die Louisiana im Kongress vertreten hätte.

Die Nachwahl im demokratisch dominierten 2. Kongresswahlkreis in Louisiana, der große Teile von new Orleans einschließt, hat sich schnell zu einem Kräftemessen zwischen dem moderaten und dem progressiven Lager der Partei entwickelt. So erhielt Carter neben der Unterstützung des früheren Amtsinhabers Cedric Richmond auch Rückendeckung von den einflussreichen demokratischen Kongressabgeordneten Joyce Beatty, Jim Clyburn und Hakeem Jeffries.

Peterson wiederum wurde von Alexandria Ocasio-Cortez und der ehemaligen Mehrheitsführerin in Georgias Repräsentantenhaus, Stacey Abrams, sowie den Organisationen EMILY’s List und Our Revolution unterstützt. Auch der progressive Aktivist Gary Chambers stellte sich hinter Peterson, nachdem er beim ersten Wahlgang knapp gegen seine Kontrahentin im Rennen um den zweiten Platz unterlegen war.

Auch inhaltlich gehen beide Kandidat:innen auseinander. Peterson positionierte sich als Verfechterin progressiver Vorhaben wie einem Mindestlohn von 15 US-Dollar, dem Bürgerversicherungsmodell Medicare for all sowie dem Green New Deal. Carter sprach sich zwar ebenso für eine Mindestlohnerhöhung und grundsätzlich auch für Medicare for all aus. Allerdings legt er Wert auf überparteiliche Zusammenarbeit würde notfalls auch Kompromisse mit den Republikanern eingehen, um seine Ziele zu erreichen. Im Wahlkampf fokussierte er sich auf Corona-Hilfen für den Wahlkreis als Kernthema.

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