Sarah Huckabee Sanders steigt ins Rennen um Gouverneursposten in Arkansas ein

Sarah Huckabee Sanders hat ihre Kandidatur als Gouverneurin von Arkansas bekanntgegeben. Die ehemalige Pressesprecherin von Donald Trump und Tochter des früheren Gouverneurs Mike Huckabee würde bei einem Sieg im November 2022 die erste Gouverneurin des Südstaats werden.

Sarah Huckabee Sanders bei einer Konferenz in Florida 2019.
Sarah Huckabee Sanders bei einer Konferenz in Florida 2019.

Donald Trumps frühere Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders kandidiert als Gouverneurin ihres Heimatstaats Arkansas. Sanders hatte 2019 das Weiße Haus nach mehr als zwei Jahren in Washington, D.C. wieder verlassen, um nach Arkansas zurückzukehren. Bereits damals wurde spekuliert, sie würde einen Wahlkampf um die Nachfolge des amtierenden Gouverneurs Asa Hutchinson vorbereiten, der nach zwei Amtszeiten 2022 nicht erneut antreten darf. Sanders gab ihre Kandidatur am Montag per Video bekannt. Bei einem Sieg wäre sie die erste Gouverneurin des Südstaats.

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In ihrem Ankündigungsvideo hebt Huckabee Sanders ihre Arbeit als Trumps Pressesprecherin hervor und zeichnet dabei ein deutliches Feindbild: „die Medien, die radikale Linke und ihre Cancel Culture“. Die Bindung an den ehemaligen Präsidenten zielt darauf ab, die Wähler:innen zu überzeugen, die ihm noch vor wenigen Wochen in Arkansas einen deutlichen Sieg mit 62,4 Prozent der Stimmen einbrachten. Mit niedrigeren Steuern, einem kleineren Staat sowie Recht und Ordnung formuliert sie zudem klassisch republikanische Positionen, die im zunehmend konservativer werdenden Staat auf viel Zuspruch stoßen dürften.

Sarah Huckabee Sanders stieg im September 2016 in die Präsidentschaftskampagne von Donald Trump ein und folgte ihm nach seinem Wahlsieg gegen Hillary Clinton ins Weiße Haus. Zuvor hatte sie den Präsidentschaftswahlkampf ihres Vaters Mike Huckabee geleitet. Der ehemalige Gouverneur von Arkansas erhielt im ersten Vorwahlstaat Iowa jedoch nur 1,8 Prozent der Stimmen und beendete seine Kampagne daraufhin. Sanders war von Beginn an in die Wahlkämpfe ihres Vaters involviert und arbeitete später auch auf nationaler Ebene für republikanische Kandidat:innen wie die Wiederwahlkampagne von George W. Bush 2004.

Der Wahlkampf um den Gouverneursposten in Arkansas war bereits vor der Kandidatur von Huckabee Sanders hochkarätig besetzt. So tritt sowohl Vizegouverneur Tim Griffin als auch Generalstaatsanwältin Leslie Rutledge auf Seiten der Republikaner an. Der beliebte republikanische Amtsinhaber Asa Hutchinson darf nicht erneut antreten, da Arkansas als einer der wenigen Bundesstaaten den Gouverneur auf zwei Amtszeiten beschränken.

Die Situation der Demokraten sieht hingegen eher verhalten aus. Bisher hat sich kein:e Kandidat:in vorgewagt. Stattdessen haben mit Clarke Tucker und Greg Leding zwei demokratische Mitglieder des Senats von Arkansas erklärt, nicht kandidieren zu wollen. Jedoch kündigte Ricky Harrington Jr. auf Twitter an, eine Kandidatur in Erwägung zu ziehen. Harrington trat 2020 als Libertärer gegen den republikanischen US-Senator Tom Cotton an, verlor allerdings deutlich.

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