Liz Cheney muss sich Kampfkandidatur von Rechtsaußen stellen

Liz Cheney muss sich 2022 einer parteiinternen Kampfkandidatur stellen.
Liz Cheney muss sich 2022 einer parteiinternen Kampfkandidatur stellen.

Anthony Bouchard, Abgeordneter im Senat von Wyoming, hat bekanntgegeben, Wyomings Kongressabgeordnete Liz Cheney 2022 herausfordern zu wollen. Die Ankündigung folgt Cheneys Votum für ein Impeachment Donald Trumps im Repräsentantenhaus. In Wyoming konnte der ehemalige US-Präsident sein bestes Ergebnis verzeichnen. 2020 gewann Trump den konservativ geprägten Bundesstaat im Westen der USA mit 70,38 Prozent der Stimmen.

Bouchard hat sich im Senat von Wyoming einen Namen als äußerst konservativer Abgeordneter gemacht. „Die Steuerzahler Wyomings brauchen eine Stimme im Kongress, die Nancy Pelosi und den Demokraten die Stirn bietet und ihnen nicht Deckung gibt“, erklärte Bouchard in seiner Ankündigung. Zudem kritisierte er Cheneys Abstimmungsverhalten im Repräsentantenhaus.

Die Tochter des ehemaligen Vizepräsidenten Dick Cheney votierte mit neun weiteren Republikanern infolge der Erstürmung des Kapitols dafür, Donald Trump der „Anstiftung zum Aufstand“ anzuklagen. In ihrer eigenen Fraktion erhielt die drittranghöchste Republikanerin dafür starken Gegenwind. Einige Abgeordnete planen bereits ihre Absetzung als Vorsitzende der Republikaner im Repräsentantenhaus.

Liz Cheney wird sich bei der Vorwahl der Republikaner am 16. August 2022 allerdings nicht nur Bouchard erwehren müssen. Mit Marissa Joy Selvig und Bryan Eugene Keller haben schon jetzt zwei weitere Kandidat:innen ihre Unterlagen bei der Wahlkommission (FEC) eingereicht. Ein breites Feld könnte Cheney jedoch in die Karten spielen, falls sich die konservativen Stimmen auf mehrere Kandidat:innen verteilen.

Menü